Aktienindex

Ein Aktienindex ist eine Ansammlung von Werten, die einen gemeinsamen Schnittpunkt haben. Dieser kann in einem gemeinsamen Heimatland, einer gemeinsamen Währung, einer ähnlichen Marktkapitalisierung oder einer einheitlichen Branche bestehen. Ein Index kann für Anleger mit Hilfe eines ETF abgebildet werden – dieses Anlageinstrument wird für Privatanleger immer beliebter.

Das ist ein Aktienindex in der Praxis

In Börsenmeldungen und Wirtschaftsnachrichten hört man immer wieder den Begriff Aktienindex. Doch was verbirgt sich eigentlich hinter dieser Bezeichnung? Will man die Wertentwicklung einer einzelnen Aktie wissen, lässt sich dies sehr leicht am Kursverlauf des Wertpapiers ablesen. Doch aus Gründen der Risikostreuung entscheiden sich sehr viele Anleger auf Aktien mehrerer Unternehmen gleichzeitig zu setzen.

Eine derartige Zusammenstellung von unterschiedlichen Aktien mehrerer Unternehmen wird auch als Portfolio bezeichnet. Die gesamte Wertentwicklung eines derartigen Portfolios ist weit schwieriger abzulesen, als die Wertentwicklung einer einzelnen Aktie. Zu diesem Zweck eignet sich ein Aktienindex hervorragend.

So wird ein Aktienindex gebildet

Hierfür wird zunächst ein hypothetisches Portfolio aus ausgewählten Aktien zusammengestellt. Danach wird eine Kennziffer ermittelt, die die kumulierten Wertentwicklungen aller im Portfolio enthaltenen Aktien widerspiegelt. Diese Kennziffer wird als Aktienindex bezeichnet. Der Aktienindex rechnet also die vielen unterschiedlichen Wertentwicklungen aller Aktien auf eine einzige Ziffer herunter.

Aktienindizes werden heute für eine Vielzahl unterschiedlicher Portfolios berechnet. Diese hypothetischen Portfolios werden häufig nach Branchenzugehörigkeit oder regionalen Aspekten zusammengestellt. Ein Aktienindex spiegelt somit die Entwicklung eines Teilmarktes des weltweiten Aktienmarktes wieder. Die Zusammensetzung der Aktienindizes wird in regelmäßigen Abständen überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Die wichtigsten Indizes: DAX, TecDax, MDax & Co.

Die wichtigsten Indizes für die deutsche Wirtschaften werden von der Frankfurter Wertpapierhandelsbörse (kurz: Börse Frankfurt) gebildet. Die Börse Frankfurt hat eigene Regeln aufgestellt, die Unternehmen erfüllen müssen, um in den DAX aufzusteigen. Neben einem gewissen Handelsvolumen und einer hohen Marktkapitalisierung gehört dazu unter anderem auch ein gewisser Anteil an Freefloat Anteilen am Markt.

Der DAX umfasst die 30 größten und wichtigsten Aktiengesellschaften in Deutschland. Der MDax bildet die mittelgroßen Konzerne ab, der SDax eher die kleineren. Der TecDax umfasst Werte aus dem Technologiesektor, die jedoch seit einiger Zeit auch in anderen Indizes vertreten sein dürfen. Der Auf- oder Abstieg eines Titels kann Einfluss auf den Kurs haben, weil die ETFs entsprechend umverteilen müssen.